Die Geschichte von Marios Stylianou, der Cellist, den Sorin Alexandru Horlea nach Bukarest zu studieren schickte

Begeistert, aber auch erschrocken von dieser Stadt, kam Marios Stylianou nach Bukarest zu studieren. Das war vor vier Jahren. In der Zwischenzeit gewöhnte er sich an den Rummel, der einer Metropole spezifisch ist und integrierte sich in diese Umgebung. Wenn er ruhig sein möchte, geht er in die Innenstadt spazieren, wo den Autos der Zugang verboten ist und er kann sich entspannen, indem er die Architektur der Gebäude bewundert.

Die Aufrichtigkeit der Ausländer, wenn sie über Bukarest sprechen, ermöglicht uns, diese Stadt, die wir nicht mehr beobachten, weil wir uns an alles gewöhnten, „mit anderen Augen” zu sehen. Die Ausländer, die nach Bukarest kommen, stellen die gute und die schlechte Seite der Hauptstadt vor und ihre Beschreibung hebt alles hervor, was wir übersehen.

Heute sprechen wir über Bukarest mit einem jungen Zyprer, der in unserem Land studieren wollte. Seine Wahl war nicht zufällig, sondern er hatte starke Argumente, welche sich auf die Qualität des Unterrichts in Rumänien beziehen.

Der Geiger Sorin Alexandru Horlea, ein echter Botschafter für die Nationale Musikuniversität aus Bukarest

Marios Stylianou ist in einer Musikerfamilie geboren, seine Mutter ist eine bekannte Cellistin in Zypern. Der 23- jährige Mann von Limassol sagt uns, dass es unmöglich gewesen wäre, dass er unter diesen Umständen von diesem Bereich nicht begeistert wird.

Marios Stylianou hatte die Chance beim Rumänischen Athenäum zu singen.

Ich heisse Marios Stylianou, ich bin Zyprer. Ich bin in Limassol geboren. Ich bin 23 Jahre alt und ich liebe die Musik und im allgemeinen alles, was mit der Kunst und mit der Schönheit verbunden ist. Ich studierte in Limassol und ich wollte immer nur die Musikstudien vertiefen..Ich stamme aus einer Musikerfamilie (seitens meiner Mutter), so dass ich die Klavier und die Musiktheoriestudien mit 8 Jahren begann. Mit 12 Jahren begann ich das Violoncello, als Nebeninstrument zu studieren. Meine Mutter ist Cellistin und mit ihrer Unterstützung machte ich grosse Fortschritte und mit 15 Jahren gehörte ich zum Jugendorchester von Zypern. Ich erinnere mich, dass ich ein klein war und vor meiner Mutter stundenlang stand. Ich sah sie mir an, wie sie das Violoncello studierte. Das faszinierte mich sehr… Die Musik vereinigt uns und gibt uns die Gelegenheit, mit den Freunden zu feiern”, beginnt der junge Student seine Geschichte.

Er kam nach Bukarest wegen einem glücklichen Treffen mit dem rumänischen Cellist Sorin Alexandru Horlea. Nachdem Marios ins Jugendorchester von Zypern aufgenommen wurde, hatte er die Gelegenheit, den rumänischen Künstler als Lehrer zu haben.

Der Ruhm von Sorin Alexandru Horlea ist eine ausserordentliche Visitenkarte für die Schule, wo er studierte. Die Eltern von Marios redeten mit dem rumänischen Cellist und er sagte ihnen, er sollte zur derselben Hochschule, wo er auch studierte, gehen: die Nationale Musikuniversität von Bukarest.

Meine Eltern kannten Sorin Alexandru Horlea als Geiger und fragten ihn, ob es gut wäre, dass ich nach Bukarest gehe. Herr Horlea stellte uns dem Meister Marin Cazacu vor. Er ist ein Sänger der Philharmonie George Enescu von Bukarest  und Lehrer bei der Nationalen Musikuniversität von Bukarest. Dann war alles natürlich”, erklärt Marios.

Das Leben in einer Metropole

Der junge Student kam nach Bukarest begeistert, er war froh, in einer so grossen Stadt zu leben. Er sagt über die Hauptstadt Rumäniens, dass sie sehr schön ist, aber diejenigen, die an die „langen Strecken” nicht gewöhnt sind, könnten erschreckt sein.

Er ist nicht damit zufrieden, dass es keine Disziplin gibt und sehr viele Autos werden auf dem Gehsteig geparkt. Das würde er den Behörden vorwerfen.

Ansonsten integrierte sich Marios in die Studentenumgebung und seine Kollegen unterstützten ihn dabei. „Seit dem ersten Jahr, als ich die Kurse des Vorbereitungsjahrs für die rumänische Sprache besuchte und bisher waren alle meinen Lehrer und Kollegen sehr nett. Sie halfen mir immer, als ich persönliche Probleme oder mit der Schule hatte”, behauptet der Student.

Er hat auch ein paar Lieblingsplätze in der Stadt. „In der Regel gefällt es mir in die Innenstadt spazierenzugehen und die Architektur der Gebäude zu beobachten. In den ersten drei Jahren wohnte ich in der Nähe vom Park Cișmigiu. Ich entspanne mich hier, ich liebe die Sonne und die Natur. Es gefällt mir auch, kleine Buchhandlungen und Cafes zu entdecken, welche die Stimmung einer alten Zeit behalten. In einem solchen Ort hat man das Gefühl zu reisen. Für einen Musiker ist das Rumänische Athenäum nicht nur ein Gebäude. Hier erinnert mich die besondere Architektur in Verbindung mit der wunderbaren Akkustik an meine Arbeit, an meine Liebe und an alles, was mein Leben sinnvoll macht”, behauptet Marios.

Die Künstler, die nach Bukarest kommen, ziehen den Cișmigiu Park in allen Jahreszeiten vor.

Der Musiker ist auch davon begeistert, dass die kulturelle Umgebung von Bukarest ermutigend ist, „aber es kann immer besser sein”.

Marios studiert lange, aber er ist auch in vielen Projekten involviert, die ihm helfen können. Derzeit sind seine Projekte mit der Nationalen Musikuniversität von Bukarest verbunden, aber er hatte auch die Chance, beim Rumänischen Athenäum mit Violoncellissimo 100 im Rahmen des Festivals «der Wunderbare Sommer 2018» zu singen. „Ich habe Pläne auch für Zypern und im April werde ich mit einem Orchester singen, der mir diesen Vorschlag machte”, erklärt der Cellist.

Marios glaubt nicht, dass die Begabung eine Grenze hat und er meint, dass die Kunst eine universelle Sprache ist. „Meine Mutter sagte mir immer, dass man überall leben kann, wenn man gut ist. Ich traue mir selbst und bin froh zu sehen, dass der Konzertsaal fast immer voll ist”, behauptet der Junge.

Marios studiert jetzt in Bukareșt, aber er hat nicht vor, in der Hauptstadt Rumäniens zu bleiben. „Auch wenn Bukarest mir gefällt, ziehe ich die kleineren Städte vor. Vielleicht weil ich Zyprer bin und ich bin an die kleinen Städte gewöhnt. Ich vermisse die Hitze, das Meer und die Sonne meiner Insel”, erklärt der Zyprer.

Trotzdem bleibt Bukarest für ihn eine faszinierende Stadt, erstens weil er hier studieren und sich für die Karrierre, die er sich wünschte, vorbereiten konnte. Er wurde auch von den Menschen begeistert. Er spricht sehr schön über seine Lehrer, über die Musiker, die in den rumänischen Schulen studierten, aber auch über seine Kollegen, die ihn nicht als ein Ausländer betrachteten.

Der junge Zyprer mag die Buchhandlungen und die Cafes von Bukarest.

Er möchte uns etwas Wichtiges sagen: „Damit Bukarest von den ausländischen Touristen beliebt wird, sollt ihr einen guten Geschäftsplan erstellen und die zuständigen Behörden sollten es fördern. Es ist wichtig, dass den Touristen die besten Dienstleistungen angeboten werden, so dass sie sich in Sicherheit und glücklich fühlen”.

Anlässlich der Dokumentationen im Rahmen des Programms „Destination: Bucharest”, hatte ich die Gelegenheit, viele ausländische Studenten kennenzulernen, die nach Rumänien kamen. Das beweist die Qualität des rumänischen Unterrichts.

Die Ausländer wählen Rumänien, nicht weil es ein „billiges Land” ist, sondern sie kommen, um sich auf einer bestimmte Ebene vorzubereiten. Ein junger Mann, der sein Land verlässt, um in Bukarest zu studieren, strengt sich an, um sich während der Studien zu unterhalten. Die Ausländer investieren in der Ausbildung und sind der Tatsache bewusst, dass die Ausbildung in der rumänischen Universität ihrer Karrierre überall in der Welt helfen wird.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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