Die Einflüsse der ethnischen Minderheiten auf Bukarest

Die Einflüsse der ethnischen Minderheiten spürt man überall. Die Stadt wurde immer von den Auswanderern beeinflusst und die Ausländer, die in unserem Land blieben, beeinflussten diese Metropole.

Italiener, Türken, Juden, Franzosen, Armenier, Deutschen, Polen, alle kamen mit ihren Bräuchen, die von den Einheimischern übernommen wurden. Allmählich wurden diese Bräuche vollständig von den Einwohnern übernommen. Die Einflüsse der ethnischen Minderheiten sind nicht nur für Bukarest spezifisch, sondern für das ganze Land.

Die statistischen Daten zeigen, dass in der Zwischenkriegszeit 10% der Bevölkerung von Bukarest zur jüdischen Gemeinschaft gehörte. Die Juden kamen in unser Land vor vielen Jahrhunderten. In Bukarest konnte man ihre Anwesenheit ab XVI. Jahrhundert beobachten, als sie sich um die Stadt sammelten. Viele kamen von Moldawien und suchten eine Gegend, wo sie aus dem Handel oder aus den Handwerken, die sie kannten, leben konnten.

Durch ihre Arbeit trug die jüdische Gemeinschaft zur Entwicklung der Stadt bei. Der zweite Weltkrieg brachte aber andere Auswanderer. Viele Juden verliessen Rumänien und zogen nach Israel um. Aber nach dieser Gemeinschaft blieben viele Beweise ihrer Anwesenheit in unserem Land. Ein eindeutiges Beispiel ist das Jüdische Staatstheater, das eine Tradition seit 143 Jahren hat. Zu derselben Kategorie gehören auch die Synagogen von Bukarest.

Auch wenn während der kommunistischen Zeit die Spuren der jüdischen Gemeinschaft in Bukarest entfernt wurden, kann man trotzdem, vor allem bei den Häusern aus der Altstadt die Mischung zwischen der Wohnung in einem Stockwerk und dem Geschäft der Familie im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Eisenbalkon, den man bei manchen Häusern noch sehen kann, ist auch dieser Gemeinschaft spezifisch.

Die Italienische Kirche aus der Innenstadt

Die Italienische Kirche, das Gebäude, das unter Denkmalschutz gestellt wurde.

In der Mitte des Boulevards Nicolae Bălcescu gibt es ein Gebäude, das unter Denkmalschutz gestellt wurde. Es geht um die Italienische Kirche. Haben Sie sich gefragt, warum eine solche Kultstätte in Bukarest besteht? Die Antwort ist einfach: in der Hauptstadt Rumäniens lebte im Laufe der Zeit eine starke italienische Gemeinschaft. Die Italienische Kirche wurde vor über hundert Jahren mit der Unterstützung dieser Gemeinschaft errichtet, die dadurch ihren Glauben zeigen wollte. Die Kirche wurde nach dem Muster der Kultstätten vom Norden Italiens gebaut.

Die Italiener waren im Leben von Bukarest involviert. Sie trugen zur Wirtschaft und zur Entwicklung der Stadt bei. Im XIX. Jahrhundert waren sie die wichtigste Gemeinschaft aus unserem Land, vor allem in der Walachei.

Heute, wenn man viel über die Rumänen spricht, die ins Ausland für einen besser bezahlten Arbeitsplatz fuhren, sollten wir uns erinnern, dass die Migration immer bestand. Die Völker bewegten sich immer. Das passierte auch vor langer Zeit, als die Italiener nach Rumänien kamen und einen Arbeitsplatz suchten.

Nachdem die Italiener in unser Land ankamen, beeinflussten sie unser Leben. Nicht nur die Kirchen wurden gebaut, sondern auch die Schulen, zum Beispiel die Italienische Schule von Bukarest, deren Kosten von Luigi Cazzavillan (ein berühmter rumänischer Journalist italienischer Herkunft, der sich auch im Unterricht von Bukarest involvierte) getragen wurden.

Die türkischen Kaufleute hinterliessen uns die Kiosks.

Auch andere ethnische Minderheiten beeinflussten das Leben der Hauptstadt Rumäniens. Die Türken, die Griechen, die Armenier gehören zu dieser Kategorie.

Von den Türken, zum Beispiel, haben wir eine reiche Gastronomie. Die berühmte Moussaka, die unsere Mütter und Grossmütter kochen, stammt von den Türken. Auch im wirtschaftlichen Bereich gibt es bestimmte Einflüsse aus der Vergangenheit. Ein Beispiel sind die Kiosks, die man in verschiedenen Gegenden sehen kann, wo man zahlreiche Produkte kaufen kann. Die Quellen zeigen, dass man sie von den Türken hat.

Die Anwesenheit dieser Gemeinschaften in Bukarest zeigt, dass diese Stadt immer offen und vielfältig war, die immer dem Fortschritt zustrebte.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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