Nachdem ich den Hauptsitz der Grossstädtischen Bibliothek von Bukarest verliess, ging ich auf eine ihrer Niederlassungen: die Bibliothek „Ion Creangă”. In der Nähe von „Mihail Sadoveanu”, befindet sich die Niederlassung „Ion Creangă” in einem imponierenden Gebäude auf der Christian Tell Strasse.
Der kleine innere Hof vom Villa führt uns in die Bibliothek, wo wir unter den Büchern sehr viele Leser trafen. Sowohl die Kinder aus der Grundschule, die zur Bibliothek mit ihrem Lehrer kamen, als auch die Erwachsenen, wovon manche nicht mehr jung waren, hatten ein gemeinsames Ziel: das Buch.
„Die Leute von allen sozialen Kategorien kommen zur Bibliothek. Die kleinen und sehr kleinen Kinder auch, die mit den Eltern oder Grosseltern kommen. Es ist so,, weil wir besondere Abteilungen für die Kinder haben, wie zum Beispiel die Bibliothek „Ion Creangă”. Eigentlich gibt es in allen Niederlassungen eine Ecke für die Kinder. Die tätigen Menschen, die Alten, die Schüler, die Studenten kommen auch zur Bibliothek”, sagte uns Florentina Dobrogeanu – Ipsilante, als Direktor (Fachdirektor) der Grossstädtischen Bibliothek von Bukarest.
Die Bibliothek „Ion Creangă” ist ein Entspannungs- und Forschungsplatz

In der Bibliothek „Ion Creangă” sah ich den Journalisten und Schriftsteller Vartan Arachelian, einen der besten Fernsehproduzenten von Rumänien. Er kommt oft hier, um ein Buch zu leihen oder um bestimmte Bücher im Lesesaal zu lesen. Er mag diese Welt und er fühlt sich sehr gut hier.
Man kann sich nicht anders fühlen, denn die Entspannung herrscht in diesem Ort. Die Bücher werden nach Sammlungen in den hohen Zimmern angeordnet, in denen die Ordnung herrscht, die gar nicht stört. Die Stimmung ist angenehm, die Angestellten der Bibliothek sind immer unter den Lesern.
Zum Unterschied von anderen öffentlichen Bibliotheken, ist „Ion Creangă” vor allem eine Bibliothek für die Kinder. Deswegen gibt es hier auch eine Ludothek, mit Büchern in der rumänischen Sprache und Spielen für die Kinder, organisiert je nach dem Alter.
Die Niederlassung „Ion Creangă” hat auch ein Bibliolounge, einen modernen Arbeits- und Entspannungsplatz. Hier man ruhig an bestimmten Projekten arbeiten und man hat Zugang zu den Dokumenten, worüber die Bibliothek verfügt. Es gibt auch einen Saal für die Fremdsprachen und einen Saal für die Forschungsbereiche.
Die Sammlung der Bibliothek umfasst über 40.000 Dokumente, aus allen Bereichen. Es geht um Bücher, Wörterbücher, Alben, Enzyiklopädien, CDs, DVDs, usw. Es gibt auch viele Spiele für die Kinder und Erwachsenen. Die Jugendlichen finden hier eine Sammlung für sie, aber sie können auch über die fünf Computer aus der Bibliothek und über Wi-Fi verfügen.
Regelmässig wird es bei der Bibliothek „Ion Creangă”, aber auch in den anderen Niederlassungen von Bukarest, „die Märchenstunde” organisiert, ein Programm für die Kinder, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind.
Wie der Buchfonds gegründet wurde
Die Grossstädtische Bibliothek von Bukarest hat heute 30 Niederlassungen in Bukarest und über eine Million Bände. Wie alle öffentlichen Bibliotheken, ging auch die Grossstädtische von einer Privatspende aus. Dann kamen immer andere Unterlagen und Bücher hinzu.
„Der wichtigste Spender der Grossstädtischen Bibliothek war die Akademiebibliothek. In diesem Fall spricht man über die alten Bücher, die wir haben. Wir erhielten ein paar Bücher auch von der Nationalbibliothek, aber nur wenige. Ich kann Ihnen sagen, dass man glaubt, dass alle Bücher, die wir von der Akademiebibliothek erhielten, von der Alten Herrschaftlichen Schule stammen”, behauptet Frau Florentina Dobrogeanu – Ipsilante.
Der Fachmann erklärte uns auch, was dieser Beruf heute bedeutet, der, seiner Meinung nach, eine Herausforderung ist. „Es ist nicht einfach. Vielleicht glauben die anderen: es ist nicht schwer, Bibliothekar zu sein – man redet mit den Menschen den ganzen Tag, man liest. Es ist nicht nur das. Man soll Kenntnisse haben, das Buch lieben und das Wichtigste, die Menschen lieben. Sehr viele Menschen kommen zur Bibliothek, jeder hat sein eigenes Temperament, jeder mit seiner guten oder schlechten Reaktion und man soll immer ruhig, verständnisvoll, geduldig sein und versuchen, allen zu geben, was sie brauchen”, unterstreicht Frau Florentina Dobrogeanu – Ipsilante.


