Aus architektonischer Sicht, ist Bukarest eine Mischung von Stilen und aus dieser Mischung entstand eine lebendige, vielfältige Stadt, wo alle ihren Platz finden. Die ausländischen Einflüsse sind in Bukarest auch heute offenbar. Es gibt viele alte Gebäude, die an die Vergangenheit erinnern.

Eine der Spuren der alten Stadt stammt aus der Zeit der Phanariotenherrschaft, als die Architektur der Stadt vom orientalischen Stil stark beeinflusst wurde.
Heute gibt es auch in manchen Wohnvierteln, welche die kommunistischen Raupen loswurden, Teile von den Häusern mit Elementen, die der orientalischen-balkanischen Architektur spezifisch waren. Man redet hier zum Beispiel über die Stuckdecke oder über die Verzierung mit Blumen, Vögeln oder fantastischen Tieren.
Den stärksten Einfluss der damaligen Zeit findet man in der Struktur der Gasthäuser, die auch heute bestehen. Als wir auf den Spuren der Ottomanen waren, stellten wir Ihnen den Manuc Gasthof, aber auch den Lindengasthof vor.
Gehen wir in die Epoche des klassischen Stils ein
Die Zeit verging und Europa wurde vom Taumel des klassischen Stils begeistert. Selbstverständlich hätte Bukarest diesen Einfluss nicht loswerden können.
Ab dem XIX. Jahrhundert werden in Bukarest viele Gebäude im klassischen Stil errichtet.
Alle diese Gebäude sind das Ergebnis der Arbeit bestimmter Fachleute aus dem Ausland, die nach Rumänien kamen, um ihre Begabung zu beweisen. Zu diesem Zeitpunkt beeinflussten die französischen, deutschen oder österreichischen Architekten, die bei verschiedenen Schulen ausgebildet wurden, die neue Gestalt der Stadt.
So ändert sich die Gestalt von Bukarest und die Stadt wird immer mehr von den ausländischen Touristen bewundert.
Das beste Beispiel in diesem Sinne ist der Cișmigiu Garten. Dieser Ort ist der Arbeit des berühmten Landschaftsmalers Wilhelm Mayer, des ehemaligen Leiters der Wiener Gärten zu verdanken. Es gelang ihm, eine Gegend mit Schlamm und Pfützen auf den schönsten Park aus der Hauptstadt Rumäniens zu verwandeln.
Auch während der Zeit des klassischen Stils wurde die Kiseleff Landstrasse eröffnet, eine der spektakulärsten Strassen von Bukarest.
Man kann nicht über den klassischen Stil sprechen, ohne das Gebäude des Nationaltheaters „Ion Luca Caragiale” zu erwähnen. Allerdings wurde das erste Gebäude, in dem diese Institution funktionierte, von den Deutschen während des zweiten Weltkriegs beschosses, aber das Theater wurde nach der ursprünglichen Struktur ausgebaut und es beweist heute den klassischen Stil von Europa des XIX. Jahrhunderts.
Drei wichtige Architekten aus Frankreich, Deutschland und Österreich beteiligten sich an diesem Projekt. Jeder hatte die Aufgabe, einen architektonischen Plan für das Theatergebäude zu entwerfen. Kein Projekt wurde akzeptiert. Viele Ausschüsse wurden aufgeboten und ein Projekt, das im Jahre 1836 begonnen wurde, erst am 31. Dezember 1852 beendet wurde, als die Eröffnung des Theaters stattfand. Gebaut nach dem Muster der italienischen Theater, wird es behauptet, dass das Nationaltheater von Bukarest das schönste aus Europa war.
Es ist interessant, dass während der Zeitspanne, die vom klassischen Stil geprägt wurde, auch die rumänischen Architekten, die im Ausland ausgebildet wurden, anwesend zu sein beginnen. Das kann man über Alexandru Orăscu sagen, der Architekt, der an der Gestalt des Universitätspalastes „schuldig” ist, wo heute mehrere Fakultäten im Rahmen der Bukarester Universität funktionieren. Er war der Lehrer für dieses Gebäude, seine Entwürfe lagen der Arbeit, die im Jahre 1857 begann, zugrunde.
Die Epoche der Romantiker

Die Härte des klassischen Stils wurde allmählich in ganz Europa durch einen neuen Stil ersetzt. Es geht um den romantischen Stil.
Als eine interessante Mischung von Elementen, zeichnet sich der romantische Stil vor allem durch die Übernahme der Züge aus der feudalen Architektur, vor allem aus der gotischen aus. Zu diesem Zeitpunkt treten in der Bukarester Architektur die Bogengewölbe, die Schiesscharten, die Türmchen auf. Das schönste Beispiel für diesen Stil ist das Gebäude des Nationalmuseums der Geschichte Rumäniens.
Die Sachen entwickeln sich weiter und unter dem Einfluss der französischen Architekten setzte sich auch bei uns der eklectische Stil durch. Jetzt kann man behaupten, dass die Stadt wirklich modernisiert wird, dank der Symbolgebäude wie das Rumänische Athenäum, das Palast der Nationalbank, das CEC Palast, das Palast, wo das Museum „George Enescu” sich befindet, das Gebäude des Wissenschaftlerhauses.
Es ist die Zeit, dass die ausländischen Architekten durch die rumänischen ersetzt werden, die schon berühmt waren und denen es gelang, sich durch ausserordentliche Arbeiten auszuzeichnen.


