Der Tourist unter den Bodendenkmälern kommt in Colentina an

Der Tourist unter den Bodendenkmälern entfernt sich wenig von der Innenstadt und beginnt eine besondere Reise, die ihm ermöglicht, wunderbare Plätze zu entdecken. Seit je suchten die Menschen die Quellen, um ihre Siedlungen zu gründen. Bukarest ist keine Ausnahme, die Ortschaft wird nicht nur von einem, sondern von zwei Flüssen durchgeflossen: Dâmbovița und Colentina. Auch wenn der erste für die Hauptstadt Rumäniens sinnbildlich ist, wissen nur wenige, dass der zweite die Stadt eine längere Strecke von 37.4 km durchfliesst.

Am Ufer von Colentina und auf dem Weg zur Moldau gibt es ein Wohnviertel und hinter der Riesenmauer von Wohnungsgebäuden sind echte Bodendenkmäler vorhanden, welche die Entwicklung von Bukarest bestätigen.

Der Tourist unter den Bodendenkmälern wird heute diese Beweise hinterfragen.

Die Reise beginnt von Obor Platz, der auch ein Bodendenkmal ist. Der erste Nachweis stammt aus dem XVII. Jahrhundet. In den Urkunden vom Stelea Kloster wird es auf diese „Messe” oder auf den „Viehmarkt” verwiesen.

Es gibt viele Geschichten betreffend diesen Platz, viele verweisen darauf, dass diejenigen, die zum Tode verurteilt wurden, im XVII.-XVIII. Jahrhundert hier erhängt wurden. Die Hinrichtung war öffentlich und eine echte Aufführung.

Auch wenn der Herrscher Grigore Ghica im Jahre 1823 die öffentliche Hinrichtung verbot, prägte der Galgen von Obor diese Gegend jahrelang. Erst im Jahre 1870 wurde es abgebaut und im Jahre 1877 bauten die Kaufleute hier ein Steinkreuz, „um den Platz einzuweihen”.

Denken wir nicht mehr an diese schrecklichen Geschichten und kommen wir zum Wert von Obor Platz zurück.

Die Dokumente zeigen, dass die Obor Hallen auf dem alten Platz im Jahre 1936 gebaut wurden. Drei bekannte Architekten entwarfen das Projekt. Es geht um Octav Doicescu, Ion Fonescu und Dan Iovănescu. Ihre Missverständnisse führten zur Beendigung der Arbeiten, die nachträglich vom Architekten Horia Creangă, der sie auch beendete, übernommen wurden.

„Die Obor Zentralhallen” wurden im Jahre 2004 unter Denkmalschutz gestellt.

Zum Plumbuita Kloster

Das Plumbuita Kloster.

Der Tourist unter den Bodendenkmälern geht auf Colentina Boulevard weiter, er wird an der Kreuzung mit der Frau Ghica Strasse vorbeikommen und auf der Kreuzung von diesem Boulevard mit der Plumbuita Strasse anhalten. Bisher ist der Weg gerade und dem Reisenden stehen verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung: die Strassenbahn, den Bus, das Taxi.

Auf einer Seite der Plumbuita Strasse gibt es den Park Plumbuita II und auf der anderen Seite die Wohnungsgebäude. Am Ende sieht man einen grossen Hof, hier befindet sich das Plumbuita Kloster.

Diese Kultstätte befindet sich auf einer Halde am Colentina Ufer, auf dem Weg zur Moldau.

Dieser Ort ist für die Geschichte von Bukarest ganz besonders. Die Urkunden zeigen, dass die Bauarbeiten in der Zeit von Petru Vodă der Junge (1559-1568) begannen. Der Sohn von Mircea der Hirte und Frau Chiajna konnte die beendeten Arbeiten nicht sehen. Das Kloster wurde weiter von seinen Nachfolgern Alexandru II. Mircea (1568-1577) und Mihnea Turcitul (1577-1583; 1585-1591) gebaut.

Es scheint, dass der Name des Klosters von den Einwohnern aus dieser Gegend gegeben wurde und es verweist darauf, dass das Dach mit Blei lange gedeckt wurde. Es gibt mehrere Legenden betreffend diesen Namen. Eine solche Legende bezieht sich auf Matei Basarab, der befohlen hätte, dass das Dach der Kirche geschmolzen und auf eine Kugel verwandelt wird. Eine andere spricht auch über Matei Basarab, der hier mit Radu Iliaș kämpfte und der Kampf war so wild, dass die Kugeln, die auf die Mauern fielen, schmolzen und deswegen erstrahlt das Dach im besonderen Glanz.

Ein sehr wichtiger Ort in der Geschichte von Bukarest.

Es gibt viele Legenden, aber es ist sicher, dass das Plumbuita Kloster ab XVI. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der kulturellen Geschichte der Siedlung spielte. In diesem Sinen soll man erwähnen, dass die erste Druckerpresse aus der Stadt hier im Jahre 1573 gegründet wurde. Das Projekt wurde mit Hilfe des Woiwoden Alexandru II. Mircea und seiner Frau Ecaterina Salvarezzo umgesetzt.

Die Druckerpresse von Plumbuita ist die dritte, die in der Walachei gegründet wurde. Im Jahre 1582 wurden hier die ersten Bücher aus Bukarest gedruckt. Es geht um zwei Heilige Schriften und ein Psalmenbuch.

Man kann nicht vergessen, dass der Herrscher Matei Basarab den Ausbau dieser Kultstätte nach der Zerstörung wegen dem Brand von 1614 ordnete. Ab 1647 wurde die Kirche neugebaut. Matei Basarab wünschte sich, dass die Kirche dem Gebäude ähnelt, das von Radu der Grosse bei Dealu gebaut wurde. Dann wurde das Herrschaftliche Haus gebaut und die Mauern wurden verstärkt. Über Matei Basarab wird es auch gesagt, dass er einen Zufluchtstunnel zwischen Plumbuita und dem Althof baute.

Die Touristen, die Bukarest besuchen möchten, vergessen diese Kirche in der Regel. Man soll das Kloster Plumbuita besuchen. Nur so kann der Tourist ein Gebäude, das sehr schön ist, entdecken.

Sinnbildlich ist auch der Glockenturm, der im Zeitraum 1802-1806 gebaut wurde.

Man sagt auch, dass Tudor Vladimirescu während der Revolution von 1821 seine Siedlung bei Plumbuita hatte. Ausserdem, während der Revolution von 1848 wurden manche Anstifter im Keller dieses Klosters geschlossen.

Zur Kirche „Die Linde der Frau Ghika”

Die Seen am Colentina Ufer.

Am Colentina Ufer wurden in fast allen Orten, die dieser Fluss durchfliesst, elegante Parks eingerichtet, die mit allen notwendigen Unterhaltungs- und Entspannungsmöglichkeiten vorgesehen wurden. Bukarest ist keine Ausnahme.

Der Tourist unter den Bodendenkmälern kann seine Reise in die Umgebung des Klosters fortsetzen. Er kann an der Kirche des Heiligen Johannes der Täufer vom Plumbuita Park vorbeikommen. Das ist eine Stiftung von Elena Budișteanu, der Ehefrau des Architekten Ion Budișteanu. Wenn der Tourist hier bei dieser Kultstätte, die nach 1989 gebaut wurde, anhält, kann er ein paar Details über die Budișteanu Familie erfahren, die einen wichtigen Einfluss auf diesen Ort hatte.

Der Tourist wird weiter auf Frau Ghica Strasse bis zur Kreuzung mit der Petricani Strasse gehen. Er wird am Ghica Tei Palast vorbeikommen und zur Kirche “Die Linde der Frau Ghika” gehen.

Er kann einen schönen, hellen Hof sehen, geprägt vom Gras und von den hohen Tannenbäumen, wo die Sonnenstrahlen auf dem Marmor der Grabmäler der Ghika Familie spielen.

Hier kann man eine Stimmung aus anderen Zeiten entdecken. Man hat das Gefühl, dass eine Prinzessin mit einem langen, durchscheinenden Kleid in der Kirche erscheinen wird.

Die Kultstätte wurde im Jahre 1833 während der Zeit von Grigore Dumitrie IV. Ghika gebaut, das ein Mitglied von dieser Familie war.

Dieser Herrscher blieb in der Geschichte wegen seiner Schritte, die er zur Entwicklung von Bukarest unternahm. Er ist derjenige, der das Pflastern der Strassen ordnete.

Aber gehen wir zur Kirche „Die Linde der Frau Ghika” zurück, worüber man sagt, dass es das einzige Gebäude ist, das vom berühmten Meister Joseph Weltz im neoklassischen italienischen Stil errichtet wurde. In unserem Land kann man nur noch eine Kirche in diesem Stil bewundern. Es geht um die Kirche des „Heiligen Spiridon”, bekannt auch als die „Runde Kirche” von Lețcani, Kreis Iași.

Ein Ort aus den Märchen mit Fürsten und Prinzessinnen.

Die Kirche „Die Linde der Frau Ghika” ist besonders schön. Am Eingang gibt es eine Veranda, bestehend aus vier Säulenpaaren. Die Kuppel ist auch sehr schön verziert. Die Malerei in Öl ist auch ganz besonders, man sieht hier eine einzigartige Zusammensetzung der bizantynischen und westlichen Einflüsse. Der Meister ist der italienische Maler Alberto Giacometti.

Das Grabmal vom Kirchenhof ist auch ein echtes Marmorkunstwerk. Eigentlich ist der ganze Platz ganz besonders und man soll es unbedingt besuchen.

Der Tourist unter den Bodendenkmälern beendet seine Reise vorläufig hier, aber er lädt Sie auch zu seinen folgenden Reisen ein.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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