Ein Spaziergang ins Wohnviertel Dorobanți, in die Gegend mit den Strassen, die den Namen der Hauptstädte und der Länder haben, kann zu einer Forschungsreise werden, wofür die Offenbarung in der Entdeckung der versteckten Schätze besteht. Man kann immer auf der Strasse oder auf einem kleinen Platz echte Juwelen beobachten: ein Haus mit seiner Geschichte, ein Museum, ein Denkmal, einen kleinen Park, der an eine internationale Persönlichkeit erinnert, die zu einem bestimmten Zeitpunkt das Schicksal der Rumänen beeinflusste oder man kann einfach den Schritten der wichtigen rumänischen Persönlichkeiten folgen.
Ein wundervolles Wohnviertel

So entdeckte ich das „schöne Bukarester Haus” auf der Rabat Strasse oder das Nationalmuseum der Landkarten und der Alten Bücher auf der London Strasse, die kleinen Parks Napoleon III. oder Khalil Gibran.
Die wichtigen Architekten, die eine Schule in diesem Bereich gründeten und zu den Symbolgebäuden aus der Hauptstadt Rumäniens beitrugen, hinterliessen Spuren auch in diesem Stadtteil. Im Laufe der Entwicklung von Bukarest, änderten die Bauer das ehemalige Landgut einer alten Familie von Grossgrundbesitzern allmählich und nannten es danach – „der Park Filipescu”, wie der Name dieser Familie (nachträglich wurde es zur ”Filipescu Aufteilung”). Die Oberfläche wurde es in den Bauplänen die „Dorobanți Aufteilung” genannt. So entstand ein Wohnviertel mit weltoffenen Nuancen, das die historischen Werte des Landes, aber auch der Kontinente behält.

Sicher gibt es noch andere Schätze, die entdeckt werden sollten und viele Geschichten zu erzählen. Der Reisende, der dieses wunderbare Wohnviertel besucht, kann in ein „Labyrinth” spazieren, wo die Zeit anders vergeht. Hier gibt es eklektische und elegante Gebäude auf den Strassen und man kann die Vegetation mit dem Licht- und Schattenspiel bewundern, das sich je nach der Tageszeit und die Jahreszeit unterscheidet. Der Spaziergang ist eine Unterhaltungsmöglichkeit oder man kann es als eine Geschichtelektion betrachten.
Die Häuser der Persönlichkeiten
Weiter schlagen wir Ihnen vor, dem „Ariadne Faden” in Sofia, auf der Sofia Strasse zu folgen.
Wir starten vom Dorobanților Platz, wir sind auf der anderen Seite der „Tortenscheibe”, welche die Sofia Strasse mit der Ankara Strasse bildet. Hinter der Vegetation entdecken wir hier die Gebäude, die unter Denkmalschutz gestellt wurden. In manchen von ihnen wurden elegante Restaurants eingerichtet, die echte gastronomische „Schätze” aus der rumänischen oder internationalen Kirche versprechen.

Das Gebäude von Nummer 21 wurde im Zeitraum 1922-1924 gebaut. Es geht um das „Haus Scarlat-Caragiale” und es wurde nach den Plänen des Architekten Duiliu Marcu entworfen. Das stämmige, elegante Villa, mit dem Stockwerk und Dachzimmer, hat unterschiedliche Motive. Das bauwerk widerspiegelt den schlichten Stil des Architekten.
Später, im Jahre 1934, wurde das Haus Prof. Mircea Djuvara auch nach den Plänen des Architekten Duiliu Marcu gebaut. Die Art-Deko Elemente des Gebäudes kann man auf der Sofia Strasse bei Nummer 16 bewundern.
Bei Nummer 24 entdeckt man ein Gebäude mit den Art Deko- Fenstern und daneben hat das Villa von Nummer 22 die Elemente, die dem neorumänischen Stil spezifisch sind: die Holzeinlagen, ein halber Bogen über der Eingangstür.

Das Haus von Nummer 20 fesselt die Aufmerksamkeit durch den spezifischen Turm der bäuerlichen Festung, die mit Sichtziegeln verziert ist.
Alle drei Gebäude wurden unter Denkmalschutz gestellt.
Auf der Seite mit ungerade Zahlen findet man auch bei Nummer 11, 7, 5 und 1 die Gebäude, die zu dieser Kategorie gehören.

Kommen wir zur Seite mit den gerade Zahlen zurück, wo bei Nummer 2 ein imponierendes Haus mit den Holzeinlagen im Oberteil (es wurde auch zum Denkmalschutz gestellt) auffällig ist. Daneben kreuzt sich diese Strasse mit der Strasse Kapitän Gheorghe Demetriade.
Viele Plätze warten entdeckt zu werden

Der „Ariadne Faden” führte uns zur Sofia Strasse und an der Kreuzung mit der Ermil Pangrati Strasse (der ehemalige Minister der öffentlichen Arbeiten, der für die Systematisierung der Stadt, einschliesslich dieser Gegend verantwortlich war) gibt es einen kleinen Platz mit der Statue des Akademiemitgliedes Elie Wiesel – ein Überlebender des Holocaust, ein Friedensnobelpreisträger im Jahre 1986. Die Verbindung zwischen dieser Persönlichkeit und Rumänien ist allbekannt.
Am Ende der Sofia Strasse, die in die Strasse Kapitän Gheorghe Demetriade „schmelzt”, neben dem Park mit der Statue von Monsignore Vladmir Ghika, kann man die Erschliessung zum Boulevard Aviatorilor und das Denkmal der Lufthelden bewundern.

Wenn man von der Statue von Monsignore Vladmir Ghika, der im Jahre 2013 seliggesprochen wurde, startet, kann man zur französischen Kirche „Sacre Coeur” gehen, die sich auf der Strasse Kapitän Gheorghe Demetriade befindet.
Wenn Sie zum Boulevard Aviatorilor gehen möchten, sollten Sie unbedingt vor dem Denkmal der Lufthelden anhalten, das den rumänischen Militär- und Zivilfliegern gewidmet wurde.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Denkmal der Lufthelden den Bildhauern Lidia Kotzebue und Iosif Fekete gehört. Es wurde im Zeitraum 1928-1935 gebaut, als das Wohnviertel mit den Strassen, die den Namen der Hauptstädte und Länder haben, beendet wurde.


